Unterkunft:

Von Panama Citys Bus Bahnhof Albrook sind wir für 27 $ pro Person mit dem Overnight-Bus nach Almirante gefahren, um mit einem kleineren Schnellboot für 6 $ nach Bocas City – dem Anlaufpunkt der Inselgruppe Bocas del Toro – überzusetzen. Bocas City hat uns sehr enttäuscht. Es ist ein kleine, sehr schäbige Stadt, mit vollgemülltem Park. Sicherlich ist Bocas City nur der Touristen-Umschlagplatz – für die meisten geht es dann weiter zu den umliegenden Ressorts. Wir haben eine Nacht im Coconut Hostel geschlafen. Unsere erste Wahl wäre Casa Verde gewesen, dieses Hostel sollte man aber bereits früh buchen. Das Coconut Hostel ist sicher in Ordnung – 15$ pro Nacht und Kopf. Allerdings schon – wie generell ganz Bocas – komplett überteuert. Wir haben Bocas von allen mit denen wir gesprochen haben wärmstens empfohlen bekommen, haben aber festgestellt, dass es nicht das war, was wir uns unter einer Insel vorstellen.

Essen:

Pancake-Frühstück gab es im Hostel – aber von ein bis zwei pro Person einkalkulierten Pancakes mit halber Banane wird man nicht wirklich satt. Wir haben versucht zu dem einheimischen Essensstand „El Beso del Dragon“ zu gelangen, zu dem wir mehr als eine halbe Stunde hingelaufen sind, der hatte aber Abends schon zu. Am Ende haben wir doch lieber – auch überteuert – Essen eingekauft und im Hostel zubereitet.

Aktivitäten:

Die Wahl wäre auf die Red Frog Beach gefallen – für 7$ pro Kopf mit dem Bus-Boot hin. Aus Neugierde haben wir an anderen Wasser-Taxi-Ständen nach dem Preis gefragt und uns dann aber für eine Fahrt nach Isla Bastimentos entschieden: Für 5$ pro Person. Der Taxifahrer warnte uns vor Dieben auf der Insel, ebenfalls ein der Polizist vor Ort. Wir hatten aber zuvor auf Airbnb die kleine Organic Farm „Up the Hill“ recherchiert und uns für das Risiko entschieden – zum Glück. In Bastimentos angekommen, sind wir ungefähr 20 Minuten einen kleinen Trampelpfad den Inselberg hochgelaufen und haben ein wunderschönes, kleines Zuhause des Argentinisch-Irischen Pärchens Janette und Javi gefunden. Sie vermieten auch zwei Logdes. Zu empfehlen für Reisende, die ein paar einsame Tage im Dschungel einer Insel suchen. Dort haben wir auch erfahren, dass ein amerikanischer Surfer seinen Rucksack mit 3000$ am Strand unbeobachtet während dem Surfen liegen gelassen hatte – jemand hat dann wohl die Gelegenheit ausgenutzt. Seitdem also der schlechte Ruf der Insel. Aber eigentlich ist sie nicht wirklich gefährlich. Wir sind dann ca. eine halbe Stunde von Up the Hill einen sehr abenteuerlichen Weg zur Wizzard Beach gewandert – ein perfekter, einsamer Surfspot, den wir uns mit nur ein paar wenigen Surfern geteilt haben. Danach war es wirklich der perfekte Abschluss frisch gemachte Limonade, Milchkaffee und selbst gemachte Schoko-Trüffel, wieder oben bei Up the Hill angekommen, zu genießen.

In Bocas gelernt:

Ein Ruf muss nicht die Realität sein. Reisen heißt tatsächlich vor allem, sich selbst ein Bild machen zu können.

Ist ein Ort schon von amerikanischen Touristen entdeckt worden, wird er meist überteuert und amerikanisiert sein.

Wer nichts von Wert bei sich trägt, dem kann auch nichts geklaut werden. Besitz macht eben doch unfrei.