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Fotos & Reisetipps: Tikal, Guatemala

Posted on March 4, 2014


TIPPS:

Unterkunft:

Hostal Amigos, Flores, Guatemala – alles superschön dort, es gab nur leider keine Küche.

Essen:

Den Abend bevor wir nach Tikal gefahren sind, haben wir einen Spaziergang durch Petén gemacht und sind immer wieder von den Frauen der kleinen Grillstände entlang der Straßen angesprochen worden doch bei ihnen einzukehren. Nur leider gab es natürlich nur Fleisch. Eher scherzhaft haben wir dann nachgefragt, ob wir denn auch Gemüse gegrillt bekommen, wenn wir welches vom Markt mitbringen würden? Das war dann tatsächlich kein Problem und nachdem wir Paprika, Zucchini und Tomaten Vorort klein geschnitten hatten, durften wir Platz nehmen und wenig später frisches Grillgemüse mit Reis, Salat-Beilage und kalter Cola bei einem der kleinen Straßenstände essen. Tolle Erfahrung und außergewöhnlicher Service für insgesamt 83 Quetzal für zwei!

Tour:

Wir wollten die Sonnenaufgangstour in Tikal machen – eigentlich. Leider sind wir fast eine drei viertel Stunde zu spät losgekommen, weil unser Bus jeden Teilnehmer beim Hostel oder Hotel abgeholt hat. Die Sonne war dann schon draußen – aber Tikal und die Maya Ruinen sind beeindruckend – auch wenn der Park eher die Zielgruppe ausländische Touristen hat. Da wir mit sehr engen Budget reisen, haben wir uns gegen die “Jungle Awakening Tour” entschieden, was ich im nachhinein fast ein wenig schade fand. Diese Tour beginnt bereits um 3 Uhr nachts und man erlebt die Maya Ruinen voller Dschungelleben, und wenn das Wetter stimmt, lichtet sich der Feuchtigkeitsnebel bei Sonnenaufgang. Allerdings war der Tag, an dem wir Tikal besucht haben, kein guter Tag, um dem Nebel beim lichten zu zusehen – wurde uns erzählt.

Awakening Tour pro Person:

Bus und Tour 120 Quetzal, Parkeintritt 250 Quetzal

Sonnenaufgangstour pro Person:

Bus und Tour 120 Quetzal (nach harten Verhandlungen für uns 90 Quetzal), Parkeintritt 150 Quetzal

In Tikal gelernt:

Wir hätten gerne ein Coati als Haustier.

Fotos & Reisetipps: Paradise Rainforest Tree Houses, Costa Rica

Posted on February 28, 2014

TIPPS:

Unterkunft:

Wer sich nicht mit wilden Vogelspinnen ein Revier teilen möchte, für den wird unser Dschungelerlebnis im Paradise Rainforest nicht zu empfehlen sein – für echte furchtlose Abenteuerer aber sehr! Zwei Tage haben wir mit unserer Vogelspinnenfreundin friedlich zusammengelebt, aber dann war sie uns doch am dritten Tag nicht mehr ganz so geheuer und Christoph hat sie dann für mich mit einem 1,50m langen Stock vom Balkon geschubst. Natürlich haben wir über unserer Matratze von Roberto ein Mückennetz gespannt bekommen, aber ganz ehrlich: Ich wollte einfach nicht aufwachen, weil eine Vogelspinne an meinen Füßen kitzelt. Ich liebe Tiere, aber Insekten? Geht so. Daher habe ich in der ersten Nacht zur Belustigung von Christoph, Panik vor Insekten außen auf dem Mückennetz geschoben und meinen Mumienschlafsack zum Ganzkörperkondom erklärt – nur noch meine Nase und meine Augen waren sichtbar. Aber zum Glück habe ich mich die folgenden Nächte an die vielen Insekten gewöhnt und natürlich war es auch viel zu heiß für einen Schlafsack. Elektrisches Licht gab es keines. Fließendes Wasser wird direkt vom Fluss in ein Rohrsystem gepumpt. Beim Öko-Plumps-Klo habe ich auch nur darauf gewartet, dass mich früher oder später ein Tier in den nackten Hintern beißt – aber zum Glück war meine Fantasie wilder als die Absichten der Tiere. Im Dschungel ist es generell sehr laut in der Nacht – Vögel, Affen und Grillen schreien um die Wette. Jeder Münchner Spießbürger würde wohl die Polizei rufen, würde er nachts im Dschungel nur mit Mückennetz als Schutz übernachten müssen. Die Natur kennt eben keine aufgesetzten Ruhezeiten und ja die Paradise Rainforest Treehouses waren für uns beide ein ganz großartiges Naturerlebnis – mehr echter Dschungel in Costa Rica geht wohl nicht, auch wenn es nicht gerade leicht ist, dort hinzukommen. Wir waren einen ganzen Tag mit öffentlichen Busen unterwegs von Puerto Viejo de Talamaca bis Puerto Viejo de Sarapiqui, um dann mit einer abenteuerlichen Offroad-Pickup-Taxifahrt von einem 78-Jährigen endlich bei unserer Gastfamilie anzukommen. Rosa, Juan und ihre Söhne Roberto und Juan bewirtschaften Vorort das Land, sie bauen an was sie brauchen und handeln mit grünem Pfeffer. Alles, was dort steht und wächst ist in mühevoller Handarbeit der Familie entstanden.

Essen:

Rosa macht sehr leckeren Reis mit Bohnen. Allerdings was wir nicht wussten – in Costa Rica wird das jeden Tag gegessen. Reis mit Bohnen als Grundstock jeder Mahlzeit und dazu dann eine Beilage. Das kann nach drei Tagen zu einer Reis- und Bohnenübersättigung führen. Und jeden Tag zum Frühstück: Pfannkuchen mit Kaffee. Schwarz und mit sehr viel Zucker – Rosa hat sich sehr gewundert, dass wir den Kaffee lieber ohne Zucker wollten: “Das schmeckt doch nicht!”, hat sie immer wieder beteuert. Wir haben das erste Mal auf unserer Reise nicht selbst gekocht, das wäre auch nicht wirklich möglich gewesen. Die Treehouses sind nur mit einem Grill ausgestattet – den wir dafür genutzt haben, um die Monkey Pot Nuss zu rösten, die ein wenig an eine Mischung von Maroni und Salami schmeckt.

Aktivitäten:

Jeden Tag waren wir stundenlang mit Roberto im Dschungel unterwegs, haben wilde Dschungelfrüchte gegessen, mit Ton aus dem Fluss getöpfert, Vögel und andere wilde Tiere beobachtet und sehr viel über die Fauna und Flora in Costa Rica gelernt. Es waren sehr persönliche Spaziergänge, bei denen wir Hunderte von Fragen gestellt und mindestens genauso vielen Geschichten gelauscht haben. Kein Vergleich zu typischen Touri-Führungen in viel zu großen Gruppen.

Im Dschungel gelernt:

So wie bei Geo-Reportagen ist es nicht im Dschungel. Es springt definitiv nicht jede Minute ein neues gefährliches Tier aus dem Busch.

Fotos & Reisetipps: Guna Yala Inseln (San Blas), Panama

Posted on February 18, 2014



TIPPS:

Unterkunft:

Geplant waren drei Tage Segeln zum indianischen Archipel Guna Yala (San Blas), Panama als Gäste auf der kanadischen Segeljacht “Jus´ Pasin´ Through” inkl. Schiffskater Mitschi. Für 60 $ pro Kopf ab Bocas del Toro. Daraus wurden dann vorerst nur zwei Tage segeln durch einen Sturm auf offenem Meer – hier der Tagebucheintrag zum Sturm. Route mit Unterbrechung: Bocas del Toro – Marine Shelter Bay – Portobelo – San Blas – Portobelo. Die ursprüngliche Crew ist nach den zwei Tagen Sturm in Shelter Bay abgesprungen und wir haben kurzerhand als neue Crew gegen Kost und Logis angeheuert. Wir sind daher von unserem Doppelbett-Schlafplatz umgesiedelt in eine engere Crew-Schlafnische, die wir danach nicht vermisst haben, da sie eher für einen großen Menschen aber nicht für zwei gedacht war. Aus den drei Tagen sind 10 Tage geworden, unteranderem weil wir auf gute Wetterbedingungen warten mussten, das Schiff repariert und neue Gäste angeworben werden mussten. Wir haben jeden Tag ein paar Stunden gearbeitet, aber auch genug Freizeit bekommen – für uns ein zufälliges Work and Travel. Ein Segeltörn ohne große Unkosten.

Essen:

Während des Sturms haben die zwei Köchinnen für ein Mittagessen Käsenudeln und für ein Abendessen Frijoles gemacht – war ok. Weitere Mahlzeiten konnten nicht zubereitet bzw. auch nicht unten behalten werden. Daher gab es Medizin gegen Seekrankheit: Ingwer-Tee, Ginger-Ale, Reis-Cracker und Salzkekse. Die Tage nach dem Sturm war es für uns die beste Entscheidung selbst für die Verpflegung der Mannschaft und Gäste verantwortlich zu sein, da wir beide sehr gerne kochen. Zubereitet haben wir Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Soße, spanisches Omelette, von Christoph gefangener Fisch mit Patacones, Tuna-Sandwiches, Käse-Sandwiches, Pan-Cakes mit echtem kanadischen Ahornsirup und frischer Ananas, u.v. – alles so, dass es uns auch geschmeckt und glücklich gemacht hat. Highlight war die letzte Nacht in San Blas, als Ian uns mit zu einer Hummerzucht auf Wichu Wala genommen hat. Er hat die wirklich riesigen Hummer dann auf dem Schiff für uns zubereitet – mit unterschiedlichen Dipps: Cocos-Knoblauch-Öl, Knoblauch-Öl und Limettensaft. Nachspeise: Kokoskekse. Perfekt.

Aktivitäten:

Zeit auf einem Segelschiff als Crew ohne Erfahrung zu verbringen, war schon eine Herausforderung an sich. Zusammen mit Ian waren wir während dem Zwischenstopp in der Marine Shelter Bay am Panama Kanal und der Schiffswerft spazieren – dort haben wir sehr interessante Einblicke gewonnen, vor allem in die Mentalität und Philosophie der Segelschiffbesitzer. Wir haben bei unserem nächsten Stop im Hafen von Portobelo geankert – eine Bucht, die schon Christopher Kolumbus 1502 entdeckte und 1561 von der spanischen Silberflotte genutzt wurde – und uns die Ruinen des Forts dort angesehen: Die Festung ist als UNESCO Weltkulturerbe gelistet, verfällt aber leider vor sich hin. In Guna Yala haben wir zwischen zwei kleinen Kokospalmen-Inseln geankert, die wir jeweils mit dem Ruderboot besucht haben. Sonnen, schnorcheln, türkises Karibikmeer und weißen Sandstrand genießen – was will man mehr?

Vom Segeln gelernt:

Wenn die Natur keine Lust hat, dann hat sie keine. Wir können zwar als Mensch freie Entscheidungen treffen, aber die Natur bestimmt am Ende trotzdem die Richtung.