TIPPS:

Unterkunft:

Geplant waren drei Tage Segeln zum indianischen Archipel Guna Yala (San Blas), Panama als Gäste auf der kanadischen Segeljacht “Jus´ Pasin´ Through” inkl. Schiffskater Mitschi. Für 60 $ pro Kopf ab Bocas del Toro. Daraus wurden dann vorerst nur zwei Tage segeln durch einen Sturm auf offenem Meer – hier der Tagebucheintrag zum Sturm. Route mit Unterbrechung: Bocas del Toro – Marine Shelter Bay – Portobelo – San Blas – Portobelo. Die ursprüngliche Crew ist nach den zwei Tagen Sturm in Shelter Bay abgesprungen und wir haben kurzerhand als neue Crew gegen Kost und Logis angeheuert. Wir sind daher von unserem Doppelbett-Schlafplatz umgesiedelt in eine engere Crew-Schlafnische, die wir danach nicht vermisst haben, da sie eher für einen großen Menschen aber nicht für zwei gedacht war. Aus den drei Tagen sind 10 Tage geworden, unteranderem weil wir auf gute Wetterbedingungen warten mussten, das Schiff repariert und neue Gäste angeworben werden mussten. Wir haben jeden Tag ein paar Stunden gearbeitet, aber auch genug Freizeit bekommen – für uns ein zufälliges Work and Travel. Ein Segeltörn ohne große Unkosten.

Essen:

Während des Sturms haben die zwei Köchinnen für ein Mittagessen Käsenudeln und für ein Abendessen Frijoles gemacht – war ok. Weitere Mahlzeiten konnten nicht zubereitet bzw. auch nicht unten behalten werden. Daher gab es Medizin gegen Seekrankheit: Ingwer-Tee, Ginger-Ale, Reis-Cracker und Salzkekse. Die Tage nach dem Sturm war es für uns die beste Entscheidung selbst für die Verpflegung der Mannschaft und Gäste verantwortlich zu sein, da wir beide sehr gerne kochen. Zubereitet haben wir Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Soße, spanisches Omelette, von Christoph gefangener Fisch mit Patacones, Tuna-Sandwiches, Käse-Sandwiches, Pan-Cakes mit echtem kanadischen Ahornsirup und frischer Ananas, u.v. – alles so, dass es uns auch geschmeckt und glücklich gemacht hat. Highlight war die letzte Nacht in San Blas, als Ian uns mit zu einer Hummerzucht auf Wichu Wala genommen hat. Er hat die wirklich riesigen Hummer dann auf dem Schiff für uns zubereitet – mit unterschiedlichen Dipps: Cocos-Knoblauch-Öl, Knoblauch-Öl und Limettensaft. Nachspeise: Kokoskekse. Perfekt.

Aktivitäten:

Zeit auf einem Segelschiff als Crew ohne Erfahrung zu verbringen, war schon eine Herausforderung an sich. Zusammen mit Ian waren wir während dem Zwischenstopp in der Marine Shelter Bay am Panama Kanal und der Schiffswerft spazieren – dort haben wir sehr interessante Einblicke gewonnen, vor allem in die Mentalität und Philosophie der Segelschiffbesitzer. Wir haben bei unserem nächsten Stop im Hafen von Portobelo geankert – eine Bucht, die schon Christopher Kolumbus 1502 entdeckte und 1561 von der spanischen Silberflotte genutzt wurde – und uns die Ruinen des Forts dort angesehen: Die Festung ist als UNESCO Weltkulturerbe gelistet, verfällt aber leider vor sich hin. In Guna Yala haben wir zwischen zwei kleinen Kokospalmen-Inseln geankert, die wir jeweils mit dem Ruderboot besucht haben. Sonnen, schnorcheln, türkises Karibikmeer und weißen Sandstrand genießen – was will man mehr?

Vom Segeln gelernt:

Wenn die Natur keine Lust hat, dann hat sie keine. Wir können zwar als Mensch freie Entscheidungen treffen, aber die Natur bestimmt am Ende trotzdem die Richtung.