• move to New York
  • write a bestseller
  • make the first million before my thirties
  • get famous
  • build a museum

Wir warten an der Bleeker Street auf die U-Bahn, als ich Christoph von meinen neuen Plänen informiere.

“Du gehst mir mit diesem vor dreißig Gerede echt auf die Nerven”, sagt er nur dazu. Warum? Denke ich erst und sage es dann auch.
Sehe ich gar nicht ein. Wer, wenn nicht ich, soll bitte “The one in a million” sein?

– Christoph, dass ich noch nicht famous bin liegt nur an dir. Gleich breche ich eine Streit vom Zaun, wenn ich so weiter mache. Christoph nennt so eine Situation gerne Szene.
“Willst du sagen, ich unterstütze dich nicht?” Ja. “Ich glaube es hakt.”

Ich weiß, ich habe das Zeug zum Überkünstler. Oder so. Nur Frauen haben ein generelles Problem in der Kunstszene, wegen den Männern. Mein Prof meinte, wer in der Kunst was werden will, muss mit den richtigen Galeristen schlafen. Ich schlafe mit dem Richtigen, aber deswegen bin ich noch lange nicht famous.

Wir verharren in der vom U-Bahn-Steig gebrochenen Szene etwa 20 Minuten und warten auf die M Linie. Unser Ziel ist The Dinner im Hipsterviertel Williamsburg. Es ist halb drei und der Laden schließt um vier. Im Fünfminuten-Takt kommt nur die F. Das und die Szene wird uns zu blöd und auf einem Schild lese ich endlich die Lösung: Die M fährt nur weekdays. Heute ist Samstag. Das wird wohl nichts mehr mit Burger im The Dinner.

 

#fail

Während wir abwägen was wir jetzt machen, übt neben uns das nächste American Idol “You make me feel” von Aretha Franklin – ob wir zuhören wollen, oder nicht. U-Bahn-Fahren in New York ist eine Jukebox. Bei jeder Station wird ein neuer Song gespielt.